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Blasenentzündungen

Dr. med. Nicole Viereck
Von Dr. med. Nicole Viereck
Blasenentzündungen

Was ist eine Blasenentzündung?

Eine Blasenentzündung ist eine meist bakterielle Entzündung der Harnblase, auch Zystitis genannt. Die Bakterien gelangen über die Harnröhre in die Blase und vermehren sich und führen zu einer Entzündung, manchmal unter Beteiligung der Harnröhre.

Ursachen und Risikofaktoren

  • Bakterielle Infektionen (meist E. coli)
  • Hormonmangel nach der Menopause oder bei antihormonellen Therapien
  • Geschlechtsverkehr
  • Schwangerschaft
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Restharn bei unvollständiger Blasenentleerung
  • Katheter

Symptome

  • Häufiger Harndrang mit nur geringen Urinmengen
  • Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen
  • Trüber, stark riechender Urin
  • Blut im Urin (Hämaturie)
  • Unterbauchschmerzen oder -krämpfe
  • Allgemeines Unwohlsein, manchmal Fieber

Diagnose

Die Diagnose einer Blasenentzündung erfolgt in der Regel durch:

  • Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte)
  • Urinuntersuchung (Urinstreifentest und Urinkultur)
  • Gegebenenfalls Ultraschall der Blase und Nieren bei Fieber oder allgemeinem Unwohlsein, Blut im Urin

Behandlungsmöglichkeiten

  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Um die Bakterien auszuspülen.
  • Schmerzmittel: Zur Linderung der Beschwerden.
  • Pflanzliche Präparate: Können unterstützend wirken (z.B. Preiselbeer-Präparate, Bärentraubenblätter). Bei milden Beschwerden, wenn keine Besserung, ärztlich
    abklären.
  • Antibiotika: Wenn keine Besserung auf pflanzliche Präparate.

Prophylaxe

  • Viel trinken (Wasser, ungesüsste Tees)
  • Regelmässiges und vollständiges Entleeren der Blase, besonders nach dem Geschlechtsverkehr
  • Intimhygiene (Reinigung von vorne nach hinten), fettende Pflege der Vulva
  • Vermeidung von reizenden Intimpflegeprodukten
  • Lokale Östrogencreme oder -zäpfchen bei Hormonmangel
  • Immunisierung gegen E.coli bei wiederkehrenden Infekten
  • Wärme (z.B. Wärmflasche) kann lindernd wirken, Kälte meiden
  • und vieles mehr

Forschung zu diesem Thema

2 peer-reviewed Publikationen1 Auszeichnungseit 2017

Diese Informationen dienen zu Ihrer persönlichen Orientierung und ersetzen keine medizinische Beratung oder Behandlung durch eine Ärztin oder einen Arzt.

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